Lesereihe Schnittstellen 2026

Schnittstellen – Wortorte in Kunsträumen 2026
Neue Literatur in Frankfurt an ungewöhnlichen Orten
Poesie, Prosa, Spoken Word, Performance, Musik, Kunst
„Schnittstellen“ ist eine Lesereihe, die seit 2024 aktuelle Literaturprojekte in Frankfurter Kunsträumen präsentiert. Auch 2026 suchen wir an unterschiedlichen, spannenden Orten in Frankfurter Stadtteilen wieder Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Formen und Szenen von Literatur und nach Möglichkeiten der Grenzüberschreitung. Die Verbindung von Literatur, Musik und Klang wird ein Schwerpunkt der Lesereihe 2026. Die Lesereihe Schnittstellen ist Mitglied des Verbands Unabhängige Lesereihen e.V. in Deutschland, Schweiz und Österreich. Die Lesereihe Schnittstellen wird gefördert vom Kulturamt Frankfurt.
Lesereihe Schnittstellen 2025
Lesereihe Schnittstellen 2024
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Do. 5.3.2026, 19:30 (Einlaß 19:00)
Krach – Verzerrte Erinnerungen
Alexander Hacke (Ex-Einstürzende Neubauten)
Kunstverein Familie Montez
Honsellstraße 7, 60314 Frankfurt
Literatur und Krach? Alexander Hacke, der langjährige Gitarrist und Bassist der legendären Band „Einstürzende Neubauten“ und vielseitige Ausnahmekünstler zwischen Underground und Weltruhm ist Autor geworden, hat „Krach“ in Worte gefasst und in dem Buch „Krach – Verzerrte Erinnerungen“ im Ventil Verlag publiziert. Er eröffnet damit das Schwerpunktthema „Sprache – Klang – Musik“ in der Lesereihe Schnittstellen 2026.
Alexander Hacke ist früh besessen von klassischer Musik, schmeißt dann aber doch lieber die Schule und treibt sich in der in der Westberliner Untergrundszene zwischen Punks, Hausbesetzern und Lebenskünstlern herum. Nach ersten Musikprojekten unter dem Pseudonym Alexander von Borsig wird Hacke Ende 1980 Mitglied der kurz zuvor gegründeten Einstürzenden Neubauten. Die Einstürzenden Neubauten avancieren zur bahnbrechenden und überaus erfolgreichen Band, während Hacke nicht nur mit allerlei Aufputschmitteln experimentiert, sondern sich musikalisch unermüdlich weiterentwickelt: sei es zusammen mit seiner zwischenzeitlichen Partnerin Christiane F., als international erfolgreicher Solokünstler, als Gitarrist bei Gianna Nanninis Album Dispetto, als Filmkomponist für Fatih Akin oder gemeinsam mit seiner Frau, der Künstlerin Danielle de Picciotto, mit der er seit 2010 durch die Welt streift.
»Krach Reloaded« ist schillerndes Zeitzeugnis des wilden Westberlins vor der Wende, Aufstiegsgeschichte der Einstürzenden Neubauten und mitreißender Lebensbericht eines Tausendsassas in einem. Für die überarbeitete und erweitere Neuauflage ergänzt Hacke seine 2015 erstmalig erschienenen Memoiren um die letzten 10 Jahre und zieht die Bilanz seiner einzigartigen Künstlerbiografie zwischen Avantgarde-Kunst, Filmmusik und modernem Nomadentum. Alexander Hackes Tour wird ermöglicht mit freundlicher Unterstützung der Stiftung wissensART. Hier geht’s zu Alexander Hackes Homepage: www.hacke.org
Sa. 28.3.26, 19:30 (Einlaß 19:00)
Der Reiz der Wörter – Ein Abend für Bernhard Bauser und Joachim Durrang
BePoet Off Space
Langenhainerstr. 26 Ecke Idsteinerstr.
60326 Frankfurt Main Gallus
Mit dem Autor und Filmemacher Bernhard Bauser sowie dem Dichter und Maler Joachim Durrang verlor die Rhein-Main-Kulturszene im Jahr 2025 überraschend zwei prägende Persönlichkeiten. Beide waren Mitgründer von Kulturnetz Frankfurt und über viele Jahre hinweg inspirierende Impulsgeber zwischen Literatur, Film und bildender Kunst.
Der Abend erinnert an die beiden Ausnahmekünstler mit einer Ausstellung, Filmbeiträgen und einer kollektiven Leseperformance – angesiedelt zwischen DADA, Spoken Word und Surrealismus. Eine Hommage an die Kraft der Sprache, an künstlerische Freundschaft und an ein lebendiges Netzwerk.
Mitwirkende (u. a.):
Katharina S. Eismann · Ewart Reeder · Ingrid Walter · Sven Buchsteiner ·
Susanne Konrad · H. J. Lenhart · Dirk Hülstrunk · Michael Bloeck
Info:
https://bepoet.de/be-poet-atelier-und-galerie/
https://bernhardbauser.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Durrang
Do. 16.4.26 19:30 (Einlaß 19:00)
Von Menschen, Orten, Tieren und Wörtern
Marjana Gaponenko & Olaf Velte
Moderation: Dirk Hülstrunk
Galerie Heussenstamm Stiftung, Braubachstr. 34, 60311 Frankfurt
Ungewöhnliche Texte abseits literarischer Trends und eine Liebe zu Tieren, seltsamen Menschen, besonderen Orten, ungewöhnlichen Wörtern.
Marjana Gaponenko wurde 1981 in Odessa geboren und studierte dort Germanistik. Heute lebt sie in Mainz und Wien. Sie schreibt seit ihrem sechzehnten Lebensjahr auf Deutsch und veröffentlichte u. a. die Romane «Wer ist Martha?» (2012), «Das letzte Rennen» (2016) und «Der Dorfgescheite» (2018). Sie wurde mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis, dem österreichischen Literaturpreis Alpha und dem Martha-Saalfeld-Förderpreis ausgezeichnet.
http://www.marjana-gaponenko.de/
Olaf Velte (7. Juni 1960) lebt als Freier Autor, Journalist, Schafzüchter, Flurgänger im Taunus. Seit Beginn der 1990er Jahre sind 20 Bücher von ihm erschienen – zuletzt die Gedichtsammlungen „Schmales Licht“ und „Draußen in Liebspringe“ (Stadtlichter Presse 2020 und 2025). Sowie die Prosa-Bände „Veltes große Poesie der Bocksprünge“ und die Musik-Einlassungen „Hoodoo Voodoo Pop“ (Axel Dielmann-Verlag 2023 und 2024).
https://www.planetlyrik.de/olaf-velte-mit-der-axt/2020/03/
Do. 13.5.26, 19:30
Antje Schrupp & Jessy James LaFleur
BePoet Off Space
Langenhainerstr. 26 Ecke Idsteinerstr.
60326 Frankfurt Main Gallus
Jessy James LaFleur ist eine Spoken-Word-Grenzgängerin, an der Schnittstelle von Literatur, Performance und gesellschaftlichem Engagement. Ihr aktuelles Buch „A home for a paper plane“ verhandelt Fragen von Zugehörigkeit, Entwurzelung, Gewalt, feministischer Selbstermächtigung und der fragilen Idee von „Heimat“.
https://jessyjameslafleur.com/home.html
Die Frankfurter Journalistin und Politikwissenschaftlerin Antje Schrupp nimmt in ihrem neuen Buch „Postpatriarchales Chaos. Und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern“ eine (selbst)kritische Bestandsaufnahme der Frauenbewegung vor und entwirft Perspektiven für einen zukunftsorientierten, konstruktiven Feminismus.
https://antjeschrupp.com/
Fr. 27.6.2026, 19:30 (Einlass 19:00)
Blues Poetry & Crime – Open Air
Miriam Spies & Sandra Beddegenoots, Guido Rohm
Die vielseitige Autorin und Kulturaktivistin Miriam Spies lässt sich gerne von Songtexten inspirieren. In ihrem Gedichtband „Harlemnächte“ setzt sie sich mit den Songs der legendären Bluesssängerin Bessie Smith auseinander. Die Sängerin und Pianistin Sandra Beddegenoots liefert dafür mit starker Stimme und „jazzy touch“ die zeitgemäße musikalische Interpretation von Bessie Smith.
https://www.miriam-spies.de/lesungen/
Guido Rohm ist ein Meister der skurrilen und satirischen Mikrogeschichten und des Kurzkrimis. In seinem aktuellen Kurzgeschichtenband „Die Sorgen der Killer“ macht er uns mit den Alltagsnöten unangenehmer Zeitgenossen bekannt.
Neben zahlreichen Roman- und Kurzgeschichtenpublikationn schreibt er Essays und Kritiken für verschiedene Onlinemagazine. Rohm hat außerdem das literarische Weblog „Aus der Pathologie“ betrieben. Zusammen mit dem Künstler Leszek Skurski erarbeitete er das Projekt „Die letztgültigen Wahrheiten“. Weitere Zusammenarbeiten gab es mit Frank Göhre und Alfred Harth.


